IAD Institut für Arbeitswissenschaft Leitung: Prof. Dr.-Ing. Ralph Bruder Beschreibung

Netzwerkkompetenz

Die Netzwerkarbeit zeichnet sich durch einen kontinuierlichen Austausch- und Lernprozess aus, bei dem Ressourcen gebündelt und gemeinsame Kompetenzen aufgebaut werden. Dabei sollten sowohl die Chancen als auch insbesondere die Risiken, die sich durch den Ressourcenaustausch ergeben, bereits im Voraus vernünftig abgeschätzt werden.
Achten Sie sowohl auf Netzwerkgesamtebene als auch bei der Zusammenstellung von Projektteams im Rahmen der Netzwerkarbeit auf die Heterogenität der Mitglieder. Nur wenn sich die Mitglieder in ihren Kompetenzen sinnvoll ergänzen, kann vorhandenes Ressourcenpotenzial voll ausgeschöpft werden.
Die Nutzung gemeinsamer bzw. fremder Ressourcen führt zu einer engen Verflechtung der Netzwerkakteure. Dabei sind Faktoren wie bspw. ein vergleichbares Produktivitäts- und Qualitätsniveau der Netzwerkpartner stets zu beachten und regelmäßig zu überprüfen.
Die Zusammenarbeit im Netzwerk führt zu Kooperationskosten. Der Koordinationsaufwand ist häufig sehr hoch, was insbesondere leitende Mitarbeiter vom Tagesgeschäft abhält sowie grundsätzlich eine hohe Personalkapazität erfordert.
Achten Sie darauf, dass Sie und Ihre Kollegen die notwendige Qualifikation, Motivation und Sozialkompetenz für die Netzwerkarbeit besitzen. Sie müssen mit der Organisationskultur Ihrer Netzwerkpartner zurechtkommen und die gleiche „Sprache“ sprechen, um Kommunikationsprobleme zu vermeiden.