IAD Institut für Arbeitswissenschaft Leitung: Prof. Dr.-Ing. Ralph Bruder Beschreibung

Effektivität der Zusammenarbeit und Innovationsfähigkeit

Durch die hohen Koordinationsanforderungen sind Innovationsprozesse in Netzwerken sehr zeitaufwendig. Den Mitgliedern muss auf allen Ebenen ein hoher Handlungsspielraum eingeräumt werden, um Teilaufgaben, bspw. in Kleingruppen, autonom bearbeiten zu können. Dies führt neben einer gerechten Aufteilung der Arbeit zur Erhöhung von Engagement und Commitment, zur Reduktion von Veränderungsblockaden sowie zu einer Stärkung der Netzwerkidentität.
Um innovative Bemühungen seitens der Mitglieder zu fördern, müssen sie tatkräftig (und nicht lediglich mündlich im Rahmen der Netzwerktreffen) unterstützt werden, indem ihnen hinreichend Zeit und Ressourcen seitens der einzelnen Mitgliedorganisationen zugebilligt werden (Brodbeck/Anderson/West 2000, S. 7ff.).
Die Vorgabe klarer und erreichbarer Ziele hilft dabei, die Kräfte im Netzwerk zu fokussieren und ihnen Richtung zu geben. Der Netzwerkmoderator kann hierbei unterstützend wirken, indem er die verschiedenen Interessen koordiniert, Zielfindungsprozesse moderiert sowie die Ziele, Strategien und den erreichten Fortschritt kritisch hinterfragt (Schöne 2000, S. 62).